Leitbild Kunsttherapie

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KUNSTTHERAPIE ist nach unserem Verständnis einem Musikinstrument vergleichbar.

Seine Möglichkeiten zu kennen und sie handhaben zu können, sind Voraussetzung dafür, es zum Klingen zu bringen. Wodurch aber beginnt beispielsweise ein Saiteninstrument zu klingen? Es bedarf zweier Pole.
Erst die aufgespannte Saite, die in Schwingung versetzt wird, bringt das hervor, was nicht Teil des Instrumentes ist – den Klang.

Nach diesem Leitbild ist die Grundstruktur des Seminars aufgebaut:

Zwei komplementäre Herangehensweisen bilden die Pole und eröffnen den Raum für ein lebendiges und erfahrungsorientiertes Arbeiten.

I. Der eine Zugang geht von der eigenen praktisch-künstlerischen Arbeit aus. Er resultiert aus der aktiv gewollten Erfahrung aus dem eigenen Innern: sich ausdehnen, sich trauen zu expandieren und frei zu handeln vom Kern her – im Bild gesprochen
– vom Punkt aus.

II. Der andere erfolgt aus der Übersicht über die verschiedenen therapeutischen und künstlerischen Prozesse und Themen: wahrnehmen, erforschen, begreifen der äußeren Phänomene, die den lebendigen Vorgängen und Entwicklungen zugrundeliegen
– also vom Kreis aus.

Das Seminar ermutigt und befähigt, das >Instrument Kunsttherapie< auf individuelle Weise zum Klingen zu bringen und Künstler zu werden in der Ausübung der kunsttherapeutischen Arbeit.

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Sich als „schöpferisch“ zu erfahren, in einem tieferen Sinn teil-zu-haben an der organischen Entfaltung und Entwicklung des Lebendigen, gehört zu den Grundbedürfnissen unseres Menschseins. Künstler verschiedener Richtungen beschreiben immer wieder ähnliche Phänomene, die das Hervorbringen und Gelingen eines Kunstwerkes begleiten – Phänomene, wie sie auch Weisheitslehrern verschiedener Traditionen oder Menschen, die schwere Krisen durchstanden haben, begegnen und oft mit den gleichen Worten beschrieben werden.

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MEERE

Ich spür`, dass mein Schiff,
dort in der Tiefe, auf etwas Großes
gestoßen ist.
Und nichts
geschieht! Nichts … Ruhe .. Wogen ..
– Nichts geschieht; oder ist alles geschehen,
und wir sind schon mit dem Neuen vertraut?
Juan Ramón Jiménez

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